{"id":360,"date":"2019-03-22T09:44:15","date_gmt":"2019-03-22T09:44:15","guid":{"rendered":"http:\/\/neckar-donau-wegekreuz.de\/?page_id=360"},"modified":"2019-04-05T12:53:23","modified_gmt":"2019-04-05T12:53:23","slug":"zeitzeugenbericht-des-prof-dr-josef-f-thiel","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/neckar-donau-wegekreuz.de\/?page_id=360","title":{"rendered":"Zeitzeugenbericht des Prof. Dr. Josef F. Thiel"},"content":{"rendered":"\n<h2>&#8222;Ich bin kein typischer Fall!&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Vorbemerkung.<\/strong><br \/>Als ich am Karsamstag 1945 mit meiner Mutter und den Geschwistern ins Lager kam, war ich zw\u00f6lfeinhalb Jahre alt. Das Schuljahr 1943\/44 hatte ich in einem ungarischen Gymnasium in Szabatka (Subotica) verbracht. Ich konnte mich in mancher prenzligen Situation den Partisanen gegen\u00fcber als ungarischer Sallaschbub \u201everkaufen\u201c. Da meine \u00e4ltere Schwester f\u00fcrs Arbeitslager in Filipowa zur\u00fcckbehalten wurde, f\u00fchlte ich mich als \u00c4ltester verpflichtet, zum Unterhalt irgendwie etwas beizutragen. Aus verschiedenen Gr\u00fcnden kann meine Internierung nicht als typisch f\u00fcr Jugendliche meines Alters angesehen werden. Das Lagerleben war eine Herausforderung, die ich meist als Abenteuer begriff.<\/p>\n<p>So miserabel unsere Situation im Lager war, so habe ich mich doch manchmal richtig gefreut, wenn ich Posten und Partisaner austricksen konnte und unbeschadet durchkam. Es war jedesmal auch eine Art Nervenkitzel dabei, wenn ich nach Mitternacht aus- oder mich ins Lager einschlich. Manchmal wurde ich auch erwischt, dann bezog ich Hiebe und wurde eingesperrt, aber traurig war ich nur, weil sie mir meine Lebensmittel abgenommen hatten.<\/p>\n<p><br \/><strong>Kurzer Lebenslauf in der Lagerzeit (1945-1947)<\/strong><\/p>\n<p>Am Karsamstag 1945 wurden alle Bewohner meines Heimatdorfes aus ihren H\u00e4usern gejagt. Mein Vater war in der Sowjetunion zwangsinterniert. Meine Mutter hatte au\u00dfer mir noch f\u00fcnf Kinder. Meine Schwester Wawi war \u00e4lter als ich, alle anderen waren j\u00fcnger. Meine Mutter hatte unsere Vertreibung geahnt. Sie hatte f\u00fcr jedes Kind einen Rucksack mit dem Notwendigsten darin vorbereitet. Als der Partisan in unser Haus kam und schrie: in f\u00fcnf Minuten h\u00e4tten wir das Haus zu verlassen, blieb unsere Mutter ganz ruhig und sagte: \u201eEndlich ist es soweit!\u201c. Sie gab jedem Kind seinen Rucksack. Dann gingen wir auf die Stra\u00dfe und zogen auf die Hutweide am anderen Dorfende.<\/p>\n<p>Ich geh\u00f6rte zu den Gro\u00dfen im Lager, deshalb mu\u00dfte ich auch jeden Tag auf Robot gehen. Mutter hatte mir aus Sacktuch eine derbe Umh\u00e4ngtasche gen\u00e4ht, in der ich immer ein kurzes Wurfholz hatte. Wir gingen in gro\u00dfen Gruppen auf die Felder arbeiten. Wenn wir in der N\u00e4he eines Sallaschs arbeiteten, machte ich mich selbst\u00e4ndig und sah zu, da\u00df ich mit meinem Holz ein Huhn erbeuten konnte Auch Gem\u00fcse war mir recht. Ich packte es in meine Tasche und brachte es am Abend zu Mutter.<\/p>\n<p>Ich machte auch gerne bei den Waggonschiebern mit. Die hatten jeden Tag einen Waggon Mehl aus Stanischitz nach Gakewa zu schieben. Es kam immer wieder mal vor, dass ein Mehlsack mit etwas Nachhilfe platzte, und ich mine Tasche f\u00fcllen konnte. Man kam auch mit den Waggonschiebern unkontrolliert ins Lager. Man musste sie nur in einem Geb\u00fcsch abpassen und sich dann schnell unter die Schieber mischen.<\/p>\n<p>Meine Mutter gewann den Eindruck, dass ich ihr etwas aus der Hand glitt: Ich stahl, log mich als ungarischer Sallaschbub durch. Kurz, ich machte alles, was ich fr\u00fcher zu Hause nicht durfte. Sie sagte, ich verrohe. Ich habe aber niemals Arme bestohlen!<\/p>\n<p>Da traf es sich gut, dass ein ungarisches kinderloses Ehepaar aus Bezdan, das fr\u00fcher mal bei uns zu Hause war, sich bei unserer Mutter meldete. Die Frau, wir nannten sie Marischn\u00e9ni, sagte, sie w\u00fcrden gerne eines der Kinder zu sich nehmen, damit es sich erholen k\u00f6nne. Meine Aufgabe war es, meine kr\u00e4nkliche Schwester Eva nach Bezdan zu bringen. In den kommenden Wochen schlich ich mich nachts h\u00e4ufig aus dem Lager und lief bis Bezdan, damit Eva niht traurig werde, denn sie sprach noch kein Ungarisch. Dort a\u00df ich gut, und Marischn\u00e9ni f\u00fcllte mir immer die Tasche mit Lebensmitteln.<\/p>\n<p>Die sch\u00f6ne Nachbarstochter Illusch, sie war die Nichte von Marischn\u00e9ni, hatte einen Partisaner als Geliebten, der in die Leitung des Lagers nach Gakewa versetzt wurde. Er besuchte seine Geliebte fast jedes Wochenende. Er kam in einer \u201eKuless\u201c und hatte einen Fahrer aus Kernei. Marischn\u00e9ni gab dem Kutscher h\u00e4ufig ein Lebensmittelpaket f\u00fcr Mutter mit. Der Lagerkommandant nahm einmal sogar mich mit in der \u201eKuless\u201c, weil ich ihm als ungarischer Bub aus der Baranya vorgestellt wurde, der seine Verwandten, die Katzenberger-Lehrer, in Gakewa, besuchen wolle.<\/p>\n<p>Im Herbst war ich 13 geworden. Ich fand das Lagerleben eint\u00f6nig. Ich sagte meiner Mutter, ich w\u00fcrde gerne meine Schwester Wawi besuchen. Sie willigte ein, weil wir \u00f6fter h\u00f6rten, sie weine oft, weil niemand von uns bei ihr sei. Ich fand noch vier andere Buben, die mitkommen wollten. Zwei wurden schon hinter Sombor eingefangen, weil sie unvorsichtig waren. Wir gingen zu Dritt weiter, meist in Maisfeldern. Aber auch wir wurden unvorsichtig, verlie\u00dfen die Maisfelder und wurden vor Doroslo \u00fcberrascht und festgenommen. Wir kamen in Doroslo in ein echtes Gef\u00e4ngnis mit Gittern und Schl\u00f6ssern.<\/p>\n<p>Ein \u00e4lterer ungarischer Polizist hatte Dienst. Wir sagten ihm, da\u00df wir schon mehrere Tage nicht mehr richtig gegessen h\u00e4tten. Am Nachmittag brachte uns seine h\u00fcbsche Tochter Csirkepaprik\u00e1s (H\u00e4hnchengulasch), Wei\u00dfbrot und Trauben. Ich dachte mir: So kann man es im Gef\u00e4ngnis aushalten! Der Alte erz\u00e4hlte, der Chef sei ungehalten, weil er uns jetzt mit dem Wagen nach Gakewa bringen muss. Die wollen uns also gar nicht haben, sagte ich zu meinen Kollegen. Wir werden heute Abend, wenn der Dienst des Alten zu Ende ist, uns aus dem Staub machen. Ich hatte das Gel\u00e4nde w\u00e4hrend des Toilettengangs ausgekundschaftet. Neben den Toiletten gab es eine hohe Wand, daran waren H\u00f6lzer und Pfosten angelehnt. Ich r\u00fcckte sie gleich zur Seite. Auf die Mauer kommen wir leicht, aber das Runterspringen auf der anderen Seite k\u00f6nnte gef\u00e4hrlich sein. Ich sprang als Erster und ich fing die anderen auf. Die beiden liefen in eine Richtung. Ich durchwatete die Mostung. Meine beiden Kumpanen waren die j\u00fcngeren Br\u00fcder von Dr. Georg Wildmann. Wir haben uns nie wieder gesehen.<\/p>\n<p>Ich lief stundenlang durch die Felder, denn ich wusste nicht, wo ich war. Als ich die beiden T\u00fcrme vom Br\u00fcndl sah, wusste ich, ich bin auf der Milticser Stra\u00dfe. Ich lief bis zur M\u00fchle, denn ich hoffte dort meinen Onkel Sepp anzutreffen. Den traf ich, aber er war auch interniert.Am Morgen holten mich zwei Milizen und brachten mich im Pferdewagen nach Filipowa, denn sie waren der Meinung, ich sei dort ausgerissen. Zun\u00e4chst gab es viele Schl\u00e4ge, dann wurde ich mit anderen zwei Tage und N\u00e4chte in Tischtlers (Baajemischke) \u201eGwelb\u201c ohne Essen eingesperrt. Ich wusste, dass meine Tante in Filwpa im Lager ist und meine Schwester im Arbeitslager in Filpwa S\u00e4ue f\u00fcttert.<\/p>\n<p>Was hat meine Schwester geweint, als sie mich sah. Ich musste ihr mehrere Tage lang von Mutter und den Geschwistern erz\u00e4hlen. Sie wollte, ich solle sie mitnehmen nach Gakewa. Ich habe ihr abgeraten, denn Mutter h\u00e4tte nur eine weitere Esserin und sie k\u00f6nne da nicht abhelfen.<\/p>\n<p>Als ich am Abend ins Lager kam, wusste meine Tante, dass Onkel S\u00e1ndor, Pfarrer in Karbok (Karawukowo)nach mir suche. Er sagt, ich k\u00f6nne zu ihm kommen, denn er brauche ein Faktotum im Haus wie in der Kirche. Ich mischte mich morgens sehr fr\u00fch unter die Feldarbeiter, machte mich selbst\u00e4ndig und wartete in einem Maisfeld den Abend ab. Ich hatte Angst, am Tag w\u00fcrde ich in meinem Aufzug zu sehr auffallen. Onkel war noch wach als ich an sein Fenster klopfte. Als er mich sah, sagte er: \u201eWo hast du denn dein Gep\u00e4ck? Ich wies auf meine Umh\u00e4ngtasche und sagte, dass Wawi mir eine Hose und zwei Hemden geschenkt habe.<\/p>\n<p>Bei meinem Onkel verlebte ich eine sch\u00f6ne Zeit. Nach dem Winter machte ich mich mit einem gro\u00dfen Korb voll Essen auf den Weg zu meiner Mutter. \u201eAusrei\u00dfer\u201c rieten mir, ich solle auf den letzten Sallasch vor Gakewa gehen. Dort k\u00e4men fast immer gegen Abend Wagen vorbei, die Maisstengel f\u00fcr die Feldk\u00fcchen holten. Tats\u00e4chlich kamen auch zwei Karboker M\u00e4nner, die Maisstengel f\u00fcr die Befeuerung der K\u00fcchen holten. Als ich sie bat, mich ins Lager mitzunehmen, willigten sie gerne ein. Da ich aus Karbok kam, nahmen sie von mir nichts an. Sie legten mich und meinen Korb unter die Maisstengel, und der Partisan-Posten lie\u00df uns passieren. Als wir im Lager waren, holten sie mich aus dem Versteck und gaben mir meinen Korb. Ich musste noch etwas herumfragen, denn meine Mutter war in ein kleines Haus an der Vierzehn Nothelfer-Kapelle gezogen.<\/p>\n<p>Die Wiedersehensfreude war nat\u00fcrlich \u00fcberschwenglich. Ich war vor allem auf meinen kleinen Bruder Franz neugierig. Man merkte ihm nicht die Lagerkost an. Mutter hatte sehr gut f\u00fcr ihren kleinen Libling gesorgt und dabei sicher auf vieles selbst verzichtet. Als ich in wenigen Wochen wiederkam, war er schon beerdigt. Man wusste nicht was er hatte.<\/p>\n<p>Nach Ostern begaben sich mein Onkel und sein Freund, Pfarrer Moullion, auf Reisen, um einen sicheren Weg nach \u00d6sterreich auszukundschaften. Sie wurden in Slowenien verhaftet und in Belgrad interniert. Mir war klar, dass meine Tage in Karbok gez\u00e4hlt waren. Ich wollte aber noch meine Schwester Wawi aus dem Arbeitslager im Ried herausholen und nach Bezdan bringen. Ich nahm Onkels Fahrrad und fuhr ins Ried. Es war mehr als nur eine abenteuerliche Aktion Wawi aus dem Ried nach Karbok und von da nach Bezdan zu bringen. Selbst ihre Kleidung w\u00fcrde sie schon als Schwabenm\u00e4dchen ausweisen. Wenn wir mal aus Jugoslawien fliehen wollen, so dachte ich mir, muss Wawi in der N\u00e4he von Gakewa sein. Mein Plan war, sie zu Marischn\u00e9ni zu bringen, die w\u00fcrde wahrscheinlich einen ungarischen Haushalt finden, in dem sie als Magd arbeiten k\u00f6nne. Es klappte alles. Ich musste schnell zur\u00fcck nach Karbok, denn die Miliz w\u00fcrde sicher den Haushalt unseres Onkels in Augenschein nehmen wollen. Meine Reisetasche lag, mit Proviant gef\u00fcllt griffbereit in der K\u00fcche.<\/p>\n<p>Kurze Zeit sp\u00e4ter klingelte es so heftig an der Eingangst\u00fcr, dass ich wusste, wer das sein muss. Ich lief schnell ans hintere Tor, warf meine Tasche dr\u00fcber und kletterte nach. Da ich keine Papiere besa\u00df, w\u00e4re ich in ein Lager gekommen. Jetzt stand ich da, aber was sollte ich machen?! Sollte ich zu einem ungarischen Bauern als Kleinknecht gehen? Doch bei mir str\u00e4ubte sich alles dagegen. Ich habe mich bisher doch ganz gut geschlagen, bin immer gut durchgekommen, hatte genug zu essen usw. Mir gefiel offensichtlich mein unstetes Leben. Ich kam zu dem Entschluss: Ich werde nach Miltitsch gehen, vielleicht behalten sie mich jetzt dort. Vor knapp einem Jahr hatten sie mich den Milizen \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Ich wartete bis es finster wurde, dann schlich ich mich in die M\u00fchle. Ich traf im Maschinenraum meinen Kousin Hans. Der machte mir gleich Hoffnung, da\u00df ich bleiben d\u00fcrfe, denn die M\u00fchle habe f\u00fcr 10.000 deutsche Kriegsgefangene Mehl zu liefern, die in Bogele (Bogojevo) eine Eisenbahnbr\u00fccke \u00fcber die Donau bauen. In paar Wochen k\u00f6nntest du die dritte Schicht fahren. Die M\u00fchle muss meist Tag und Nacht laufen. Er werde noch heute Abend mit Upravnik Milosch sprechen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Vormittag lie\u00df mich Milosch in seine Wohnung rufen. Er erkundigte sich ausgiebig nach meiner Herkunft und ob ich auch Lust h\u00e4tte, im Maschinenhaus zu arbeiten. Dann sagte er: Ich werde zusehen, dass du hier bleiben kannst. Wenn du dich gut anstellst und beim Meister ordentlich lernst, kannst du unser dritter Mann werden!\u201c Milosch war Slowener und sprach sehr gut Deutsch. Ich setzte alles daran, um Milosch zufrieden zu stellen.<\/p>\n<p>Ich war im April in die M\u00fchle gekommen und an meinem Geburtstag im September durfte ich meine erste Schicht von Mitternacht bis morgens um Acht fahren. Ich habe mich wie ein Erwachsener gef\u00fchlt. Anfangs haben der Meister und Milosch mich wiederholt besucht und nachgesehen, aber sie waren mit mir und meiner Arbeit zufrieden. Mir machte die Umgebung und meine Arbeit viel Freude. Hier w\u00e4re ich gerne f\u00fcr immer geblieben.<\/p>\n<p>Mir aber war klar, dass meine Zukunft nicht in Jugoslawien sein k\u00f6nne. Wir waren nur noch so lange gedultet, bis sie Leute hatten, um uns zu ersetzen. Wir bekamen auf Druck der Partei einen Lehrling, den Milosch nicht haben wollte. Er war Crna Gorac. Er trug in seinem Hosenbund immer seinen Revolver. Er war nett und wissbegierig; wir verstanden uns sehr gut. Von ihm hab ich viel Serbisch gelernt.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fcujahr ging ich zu Milosch und sagte ihm, dass ich bei n\u00e4chster M\u00f6glikeit ins Lager Gakewa abwandern will. Er suchte mich nicht zur\u00fcckzuhalten, denn er wusste um unsere Situation. Im Grunde war es auch seine. Er meinte nur, der Meister und der Oberm\u00fcller haben auch schon angek\u00fcndigt, dass sie gehen wollen. Auch sein Stuhl wackelte. Er war zwar w\u00e4hrend des Krieges Partisaner, aber er trat nicht in die Partei. Dazu ging seine Frau in die Kirche.<\/p>\n<p>Am 2.Mai 1947 brachte ein Pferdewagen mich und andere Lagerleute nach Gakewa. Ich wei\u00df nicht warum, aber der Abschied aus der M\u00fchle fiel mir schwerer als der von Filpwa.<\/p>\n<p>Als ich Mutter sagte, dass ich nach Gakewa gekommen sei, weil wir jetzt alle zusammen nach Ungarn fliehen wollen. Sie wolle mit den beiden kleinen M\u00e4dchen (Hedwig und Notburga) in Jugoslawien bleiben: Wir Gro\u00dfen k\u00f6nnten ohne sie gehen. Mit dem Tod des kleinen Franz sei sie so apathisch geworden, erz\u00e4hlten die Leute im Haus. Ihre Energie schien aufgebraucht. Zun\u00e4chst holte ich Wawi von Bezdan ins Lager. Die Eva wollte vorerst in Bezdan bleiben. Dann arrangierte ich mit unserem Onkel in Karbok, wo und wann wir uns in Ungarn treffen wollen, um dann gemeinsam \u00d6sterreich zu erreichen. Es war schwer Mutter zu \u00fcberreden, schlie\u00dflich willigte sie doch ein. Die Flucht war etwas langwierig, aber sie gelang \u2013 Wir waren frei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Ich bin kein typischer Fall!&#8220; Vorbemerkung.Als ich am Karsamstag 1945 mit meiner Mutter und den Geschwistern ins Lager kam, war ich zw\u00f6lfeinhalb Jahre alt. Das Schuljahr 1943\/44 hatte ich in einem ungarischen Gymnasium in Szabatka (Subotica) verbracht. Ich konnte mich in mancher prenzligen Situation den Partisanen gegen\u00fcber als ungarischer Sallaschbub \u201everkaufen\u201c. Da meine \u00e4ltere Schwester &hellip;<\/p>\n<p class=\"read-more\"> <a class=\"\" href=\"http:\/\/neckar-donau-wegekreuz.de\/?page_id=360\"> <span class=\"screen-reader-text\">Zeitzeugenbericht des Prof. Dr. Josef F. 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