{"id":337,"date":"2019-03-19T12:52:17","date_gmt":"2019-03-19T12:52:17","guid":{"rendered":"http:\/\/neckar-donau-wegekreuz.de\/?page_id=337"},"modified":"2020-09-28T09:27:58","modified_gmt":"2020-09-28T09:27:58","slug":"die-polarisierung-der-filiopowaer-ortsgemeinschaft-1935-44","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/neckar-donau-wegekreuz.de\/?page_id=337","title":{"rendered":"Die Polarisierung der Filiopowaer Ortsgemeinschaft 1935-44"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Quellen: Anton Zollitsch; Wachsen, Entstehen und Vergehen einer donauschw\u00e4bischen Gemeinde, Freilassing 195, Seite 174-176. <\/em><br><em>Franz Schreiber\/Georg Wildmann: Filipowa \u2013 Bild einer donauschw\u00e4bischen Gemeinde, Band 8, Seite 280 \u2013 282.<\/em><br><em>Georg Wildmann: Donauschw\u00e4bische Geschichte, Bd. III: Die Trag\u00f6die der Selbstbehauptung im Wirkfeld des Nationalismus der Nachfolgestaaten 1918-1944, M\u00fcnchen 2010, besonders ab S. 595.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"767\" src=\"http:\/\/neckar-donau-wegekreuz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/1938-Festumzug-Kirche-Kulturbund-gemeinsam-Foto-ARGE-Filipowa-1024x767.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-569\" srcset=\"https:\/\/neckar-donau-wegekreuz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/1938-Festumzug-Kirche-Kulturbund-gemeinsam-Foto-ARGE-Filipowa-1024x767.jpg 1024w, https:\/\/neckar-donau-wegekreuz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/1938-Festumzug-Kirche-Kulturbund-gemeinsam-Foto-ARGE-Filipowa-300x225.jpg 300w, https:\/\/neckar-donau-wegekreuz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/1938-Festumzug-Kirche-Kulturbund-gemeinsam-Foto-ARGE-Filipowa-768x575.jpg 768w, https:\/\/neckar-donau-wegekreuz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/1938-Festumzug-Kirche-Kulturbund-gemeinsam-Foto-ARGE-Filipowa-1536x1151.jpg 1536w, https:\/\/neckar-donau-wegekreuz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/1938-Festumzug-Kirche-Kulturbund-gemeinsam-Foto-ARGE-Filipowa-2048x1535.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>1938 fand der Festumzug noch ein letztes Mal gemeinsam statt: Die Kirchenanh\u00e4nger und die Anh\u00e4nger des Deutschen Kulturbundes. Foto: Archiv Freundeskreis der Filipowaer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>&#8222;Die Polarisierung der Ortsgemeinschaft<\/strong><br>In weltanschaulich-politischer Hinsicht herrschte mit der Gr\u00fcndung des Schw\u00e4bisch-Deutschen Kulturbundes 1920 im Ort die konservativ-schw\u00e4bische Richtung vor, die auf Erhaltung der eigenen Sprache, Religion und Volkskultur ausgerichtet war. Ab Mitte der 1930er Jahre dr\u00e4ngte die \u201eErneuerungsbewegung\u201c in den Kulturbund. Sie orientierte sich am Nationalsozialismus, der 1933 in Deutschland an die Macht gekommen war. Tr\u00e4ger der Erneuerungsbewegung waren junge Akademiker, die in Deutschland studiert hatten. Das f\u00fchrte zur Propagierung der Neuen deutschen Weltanschauung, der Abwertung des V\u00e4terglaubens und zur St\u00e4rkung der Gefolgschaftstreue gegen\u00fcber Hitler-Deutschland. Die Erneuerer wollten den Kulturbund erneuern und daher k\u00e4mpften sie um die F\u00fchrung im Kulturbund. 1935 wurden sie ausgeschlossen. Sie versuchten trotzdem einzelne Mitglieder in den Ortsgruppen des Kulturbundes anzusprechen und die Kulturbundjugend gesinnungsm\u00e4\u00dfig zu gewinnen. In Filipowa hatten sie drei erkl\u00e4rte Gefolgsleute, die die Jugend des Kulturbundes in Gruppenstunden und Heimatbenden gegen Kirche und die Geistlichen aufstachelten. Die d\u00f6rfliche Kulturbundf\u00fchrung konnte sich nicht zum Ausschluss der zu den Erneuerern tendierenden Jugendlichen entschlie\u00dfen. So kam es im Dezember 1935 zum Eklat. In der Heimstunde im Gasthaus, in der auch Kaplan Jakob Busch Vortr\u00e4ge zur religi\u00f6sen Unterweisung hielt, verlas ein Ausschussmitglied des Kulturbundes ohne Wissen der Kulturbundf\u00fchrung ein antikirchliches Manifest der Erneuerer. Aus der Versammlung erhoben sich Buh-Rufe auf die Kirche und Kaplan Busch, worauf dieser den Heimabend verlie\u00df, die kirchlich orientierten Jugendlichen folgten ihm. Die \u201ePfarrjugend\u201c wurde zum Gegenpol der Kulturbundjugend. Um diese Zeit entstand in der katholischen Kirche auf p\u00e4pstliche Anregung die \u201eKatholische Aktion\u201c. Sie gliederte sich in Filipowa ab 1936 in: M\u00e4nner, Frauen, \u201ePfarrjugend\u201c, \u201eChristusjugend\u201c, \u201eMarienbund\u201c und \u201eJungschar\u201c. Die Ausstrahlung auf andere katholische Orte war gro\u00df, es entstand auch eine Art \u201eKatholische Erneuerungsbewegung\u201c. Zudem entschloss sich die Pfarre zur Errichtung eines Pfarrheims, auch \u201eJugendheim\u201c genannt, das schon 1936 fertiggestellt werden konnte und das erste seiner Art in der Batschka war.<\/p>\n<p>Somit war man in der religi\u00f6sen Bildungsarbeit und im Theaterspielen unabh\u00e4ngig. Der st\u00e4rker \u201edeutsch-v\u00f6lkisch\u201c werdende Kulturbund und die sich organisierende Katholische Aktion standen in Filipowa trotz der Agitationsversuche der Erneuerer in einem Verh\u00e4ltnis toleranter Konkurrenz, jedenfalls bis zur Zerschlagung Jugoslawiens im \u201eAprilkrieg\u201c 1941. Die Dorfbewohner praktizierten weitgehend ihr gewohntes religi\u00f6ses Leben. Zu Ostern 1939 vermerkt Pfarrer Peter M\u00fcller: \u201eSeelenzustand: 3818 Katholiken \u2026 Ihre Osterbeichte haben nicht verrichtet 150 Personen\u201c. Der gem\u00e4\u00dfigte Schulungsleiter im Kulturbund von Filipowa, der Lehrer Josef Volkmar Senz, schreibt \u00fcber die Katholische Aktion: \u201eEs war ein wirkliche Bewegung, die junge Geistliche f\u00fchrten, denen man eine Liebe zu ihrem Volke, Verbundenheit mit der deutschen Sprache und Kultur nicht mehr absprechen konnte. Allerdings kann ihren grunds\u00e4tzlichen Bekundungen und ordentliche Kundgebungen eine positive Einstellung zu einer notwendigen weltlichen politischen volksdeutschen Gemeinschaftsarbeit nicht entnommen werden. Auch wenn sie in ihrer radikalen Ablehnung des Nationalsozialismus als Weltanschauung recht behalten hat, so bot sie keine gangbare volkspolitische Alternative f\u00fcr die aktvistische junge Generation der Donauschwaben, die auf deutsche Schule, deutsche Selbstverwaltung und Mitbestimmung und entsprechende deutsche Einrichtungen nicht mehr verzichten wollte, davon aber im Programm der Katholischen Aktion nichts wahrzunehmen vermochte\u201c.<\/p>\n<p><br>Bei der Vorbereitung der 175-Jahr-Jubil\u00e4umsfeier der Ansiedlung, die 1938 stattfand, war es das letzte Mal, dass Vertreter des Kulturbundes und die Vertreter der kirchlichen Seite im Festausschuss zusammensa\u00dfen. Es kam zur delikaten Auseinandersetzung \u00fcber die Darstellung eines Ansiedler-Denkmals. Glaube und Volkstum sollte dargestellt werden. Beide Seiten legten ihre Entw\u00fcrfe vor. In einer Kampfabstimmung wurde der Entwurf der kirchlichen Seite durch den Entwurf des Kulturbundes, den der Maler und Bildhauer Sebastian Leicht vorlegte, mit den Stimmen des zur kirchlichen Fraktion geh\u00f6rigen Richters (B\u00fcrgermeisters) angenommen. Die Vertreter der Kirchengemeinde und Pfarrer Peter M\u00fcller machte geltend, dass in dem Denkmal nur Volkstum und Familie, der Glaube aber zu wenig zum Ausdruck komme. Der Ausschuss bestand aber auf seinem Mehrheitsbeschluss. Pfarrer M\u00fcller, machte darauf aufmerksam, dass ein blo\u00dfes Ahnen- und Familienbildnis nach den Regeln der Kirche nicht geweiht werden k\u00f6nne. Leicht argumentierte, in seinem Entwurf stehe die Familie im Mittelpunkt, der Vater verk\u00f6rpere die Arbeit, die Mutter auch den Glauben, denn sie falte dem vor ihr stehenden Knaben die H\u00e4nde zum Gebet. Das \u201eAhnendenkmal\u201c wurde am 30. Juli 1938 enth\u00fcllt, das \u201eHeimatfest\u201c wurde auch ohne kirchliche Segnung des \u201eAhnendenkmals\u201c zum gro\u00dfen Erfolg.<\/p>\n<p><br>Hitler hatte 1938 die Ausrichtung der T\u00e4tigkeit der deutschen Volksgruppen im Ausland der \u201eVolksdeutschen Mittelstelle\u201c der SS (VOMI) \u00fcbertragen. Im August 1939 trat unter Druck der VOMI die nationalkonservative Kulturbundf\u00fchrung zur\u00fcck und der gem\u00e4\u00dfigte Erneuerer Dr. Sepp Janko wurde zum Obmann gew\u00e4hlt\u201c. Am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Der schnelle Sieg der deutschen Truppen \u00fcber Polen begeisterte vor allem die deutsch national f\u00fchlenden Kulturbundanh\u00e4nger. Das Leben der Menschen im Dorf blieb aber unber\u00fchrt, der Krieg war weit weg. Janko hatte die Gunst der Stunde f\u00fcr sich. Anfang 1939 war Ministerpr\u00e4sident Milan Stojadinovi, ein zuverl\u00e4ssiger Kontrahent Deutschlands, zur\u00fckgetreten und Prinzregent Pavle hatte den Serben Dragi\u0161a Cvetkovi zum Ministerpr\u00e4sidenten ernannt, dem es gelang die Vereinbarung (Sporazum) mit den oppositionellen Kroaten abzuschlie\u00dfen. Unter dem Eindruck dieses Erfolgs und der deutschen Siege wollte Cvetkovi alle Minderheitenfragen einer L\u00f6sung zuf\u00fchren. Janko erreichte in Gespr\u00e4chen mit Cvetkovi, dass in Werbas ein volles Gymnasium mit deutscher Unterrichtssprache, in Apatin ein vierklassiges deutsches Gymnasium und in Futok eine Landwirtschaftsschule mit Schulbeginn 1940 errichtet werden konnten. Janko rechnete aller Wahrscheinlichkeit noch die Familienangeh\u00f6rigen der Kulturbundmitglieder mit ein und kam so auf 300.000 Mitglieder bei einer Gesamtzahl von 510.000 Donauschwaben in Jugoslawien. Das erweckte in Berlin Eindruck. Zudem regulierte er das Beitragswesen und wurde so weitgehend unabh\u00e4ngig von reichsdeutschen Geldzuwendungen. Das wirkte beruhigend in Belgrad. Es wundert also nicht, dass ihn, den Vereinsobmann, die VOMI 1940 zum \u201eVolksgruppenf\u00fchrer\u201c ernannte. Gemeint war: Der Volksgruppenf\u00fchrer ist Repr\u00e4sentant und Sprecher der gesamten Volksgruppe vor dem Heimatstaat. Die \u201eAmtswalter\u201c in den Gebieten, Kreisen und Ortsgruppe \u00fcben ihre Funktion nach dem F\u00fchrerprinzip aus.<\/p>\n<p><br>Da Hitler f\u00fcr 1941 den Angriff auf die Sowjetunion plante, war er an einer ruhigen S\u00fcdostflanke und daher an einen Neutralit\u00e4t Jugoslawiens h\u00f6chst interessiert. Der Druck Deutschlands auf Jugoslawien, dem \u201eDreim\u00e4chtepakt\u201c (Deutschland-Italien-Japan) beizutreten, sollte die Neutralit\u00e4t des s\u00fcd\u00f6stlichen Nachbarn durch einen Vertrag sichern, der Jugoslawien zu keiner Kriegsteilnahme oder Durchmarschgew\u00e4hrung verpflichtete. Am 25. M\u00e4rz 1941 erfolgte die Vertragsunterzeichnung und zwei Tage sp\u00e4ter kam es zum Putsch der Luftwaffenoffiziere um General Du\u0161an Simovi in Belgrad, wobei der britische Milit\u00e4rattache die F\u00e4den zog. Der Kronrat und das Kabinett Cvetkovi wurden abgesetzt, K\u00f6nig Peter II. Karadjordjevi wurde f\u00fcr gro\u00dfj\u00e4hrig erkl\u00e4rt und inthronisiert und der Beitritt zum Pakt gek\u00fcndigt.&nbsp; Hitler sah nun seine S\u00fcdostflanke bedroht und ordnete sofort Vorbereitungen zu einer milit\u00e4rischen Zerschlagung Jugoslawiens an. Simovi war durch Geheimdienste vorgewarnt und befahl, aus allen deutschen Ortschaften prominente Deutsche als Geiseln zu holen und in der Festung Peterwardein festzusetzen. Aus Filipowa waren es vier M\u00e4nner aus der Ortsgruppenf\u00fchrung des Kulturbunds. Am 6. April 1941 erfolgte der Angriff Deutschlands und seiner Verb\u00fcndeten ohne formelle Kriegserkl\u00e4rung, indem die deutsche Luftwaffe Belgrad bombardierte. Am 17. April 1941 unterzeichnete Belgrad die bedingungslose Kapitulation der jugoslawischen Streitkr\u00e4fte. Die donauschw\u00e4bischen Geiseln wurden frei, und auch die vier Filipowaer wurden in Filipowa triumphierend empfangen.<\/p>\n<p><br>Die Batschka fiel an Ungarn. Diejenigen, die in Filipowa den Einzug deutscher Truppen erwartet hatten, wurden entt\u00e4uscht. Allerdings lie\u00dfen sich auch Verb\u00e4nde der ungarischen Honv\u00e9d nicht blicken. Es gab Burschen, die sich in das deutschbesetzte Serbien absetzten und sich den deutschen Stellen freiwillig als Soldaten zur Verf\u00fcgung stellten.<\/p>\n<p><br>Filipowa geh\u00f6rte nun zu Ungarn. Der Kulturbund der Batschka wurde am 9. November 1941 dem 1938 gegr\u00fcndeten \u201eVolksbund der Deutschen in Ungarn\u201c (VdU) eingegliedert.<\/p>\n<p><br>Hitler hatte die Agenden mit den Volksdeutschen in Europa dem Reichsf\u00fchrer SS Heinrich Himmler \u00fcberantwortet. Im August 1940 begann Himmler eine an der Front einsetzbare SS-Einheit aufzubauen, die Waffen-SS. F\u00fcr sie suchte er k\u00f6rperlich besonders taugliche junge M\u00e4nner sowohl im Reichsgebiet als auch unter den Volksdeutschen. Die Verluste der Waffen-SS erwiesen sich im Krieg gegen die Sowjetunion als unerwartet hoch. Bis 19. November 1941 hatte die Waffen-SS 1239 Offiziere und 35.377 Mann, darunter 13.037 Tote, verloren. Schon nach dem ersten harten russischen Kriegswinter und seinen Verlusten mussten Soldaten gesucht werden. Himmler veranlasste die Reichsregierung mit Ungarn zwischenstaatliche Vertr\u00e4ge abzuschlie\u00dfen, die es reichsdeutschen Stellungskommandos gestatteten, M\u00e4nner f\u00fcr die Waffen-SS zu rekrutieren, die sich freiwillig meldeten. Im Falle der Freiwilligkeit wurde die Haager Landkriegsordnung nicht verletzt. Mit der Werbung wurde die F\u00fchrung des VdU beauftragt, das hie\u00df praktisch, die Ortsgruppenf\u00fchrer und ihre Mannschaft sollten den deutschen Stellungskommissionen Freiwillige aus den festgelegten Jahrg\u00e4ngen zuf\u00fchren. Die Volksgruppenf\u00fchrung bem\u00fchte sich, aus der staatsrechtlichen Erlaubnis eine \u201ev\u00f6lkische Pflicht\u201c zu machen. Man sollte dem deutschen Volk in seinem Kampf gegen den Bolschewismus in blutsm\u00e4\u00dfiger Verbundenheit treu zur Seite stehen. Die Ortsgruppenf\u00fchrung hatte aber keine Vollzugsgewalt. Die Zahl echter Freiwilliger ist schwer einzusch\u00e4tzen. Anf\u00e4nglich d\u00fcrften es ein Viertel der Rekrutierten gewesen sein. In der SS-Freiwilligen-Gebirgsdivision \u201ePrinz Eugen\u201c beispielsweise gab der letzte Kommandeur die Zahl der Freiwilligen mit \u201eetwa 10 Prozent\u201c an. Viele sahen sich vor die Wahl gestellt, entweder zur ungarischen Honv\u00e9d, die auch in Russland k\u00e4mpfte, oder zur Waffen-SS einzur\u00fccken und w\u00e4hlten mehrheitlich die zweite Alternative. Das waren Willige, aber keine Freiwillige. Die Aktionen fanden jeweils im Fr\u00fchjahr 1942, 1943 und 1944 statt. Die beiden ersten enthielten die schwerwiegende Bestimmung, dass der Eintritt in die deutschen Streitkr\u00e4fte den Verlust der ungarischen Staatsb\u00fcrgerschaft zur Folge habe und Ungarn zur Ausb\u00fcrgerung nach Deutschland berechtige. In der dritten Aktion wurde diese Bestimmung aufgehoben, und die Regierung der herrschenden faschistischen \u201ePfeilkreuzler\u201c erlie\u00df zudem schriftliche Einberufungen, die eine sofortige \u00dcberstellung an deutsche Verb\u00e4nde vorsahen.<\/p>\n<p><br>Der Aufruf der Ortsf\u00fchrung des VdU, sich bei der Stellungskommission einzufinden, war in Filipowa 1942 nur von m\u00e4\u00dfigem Erfolg begleitet. Alle 18- bis 30j\u00e4hrigen, d.h. die Jahrg\u00e4nge 1912-1924, sollten sich melden. Aber selbst Kulturbundmitglieder, erst recht kirchlich Organisierte leisteten dem Aufruf keine Folge und hielten sich in H\u00e4usern und Feldern der andersnationalen Ortschaften versteckt. Als etwa ein Viertel der Betroffenen sich nicht meldete, schickte Obmann Martin L. die Aktivgruppe, die uniformierte \u201eSportmannschaft\u201c aus, die in H\u00e4user eindrang und manche Unwillige heranschleppte. Pfarrer Peter M\u00fcller beziffert die Gesamtzahl auf 260 Gemusterte. Diejenigen, die sich nicht gemeldet hatten, kamen wieder nach Hause und gingen ihrer Arbeit nach. Nicht wenigen von ihnen wurde das Haus mit Parolen beschmiert oder des nachts die Fenster eingeschlagen, sie wurden als \u201eSchwarze\u201c oder \u201eMadjaronen\u201c beschimpft. Um m\u00f6glichst viele \u201eFreiwillige\u201c aufzubieten, hatte Obmann Martin L., verschwiegen, dass den Eingezogenen der Verlust der Staatsb\u00fcrgerschaft drohte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zwischendurch gab es freilich auch das \u201enormale\u201c Leben. Die religi\u00f6sen Feste wurden wie immer gefeiert. Die Handballmannschaft der Deutschen Jugend von Filipowa wurde 1943 Meister des Gebietes Batschka. Aus Deutschlands bombengef\u00e4hrdeten Gebieten kamen ganz Schulklassen von Kindern im Zuge der \u201eKinderlandverschickung\u201c aus dem \u201eReich\u201c und verblieben monatelang gratis verk\u00f6stigt bei Familien im Dorf.<br><br>Am 19. M\u00e4rz 1944 besetzten die deutschen Truppen Ungarn, da dieses einen Sonderfrieden mit den Alliierten angestrebt hatte. Bei dieser Gelegenheit vereinbarte die F\u00fchrung der 8. SS-Reiterdivision Florian Geyer mit dem Gebietsf\u00fchrer des VdU der Batschka eine Blitzaktion in der Westbatschka, um bisherige wehrf\u00e4hige Dienstverweigerer auszuheben. Das Sonderkommando f\u00fchrte am 20. M\u00e4rz auch in Filipowa eine Musterung durch. Dabei kam es zur H\u00f6hepunkt der Konfrontation. Der Obmann des VdU, Martin L., lie\u00df die drei f\u00fchrenden Repr\u00e4sentanten der \u201eSchwarzen\u201c von den \u201eSportm\u00e4nnern\u201c als Volksverr\u00e4ter schwer verpr\u00fcgeln und im Gasthaus Ott einsperren. Andere Verweigerer, die man in ihren Verstecken entdeckte, schleppte man vor die Stellungskommission. Die aus Hodschag herbeigerufene ungarische Gendarmerie schritt ein, befreite die Gefangenen und setzte dem illegalen Geschehen ein Ende. Keiner der Akteure wurde zur Verantwortung gezogen.<\/p>\n<p><br>Das Abkommen zwischen Deutschland und Ungarn zur zweiten Freiwilligen-Aktion trat am 1. Juni 1943 in Kraft und betraf die Jahrg\u00e4nge 1908-1911 und 1925 sowie jene, die sich von der ersten Aktion gedr\u00fcckt hatten. Diese Aktion verlief eher ruhig.<\/p>\n<p><br>Das dritte, am 14. April 1944 geschlossene Abkommen wurde mit dem nationalfaschistischen \u201ePfeilkreuzler\u201c-Regime vereinbart. Es sah vor, dass Ungarn seine Wehrhoheit \u00fcber die volksdeutschen Untertanen an das Deutsche Reich abtritt. Ministerpr\u00e4sident D\u00f6me Szt\u00f3jay sagte zu den deutschen Unterh\u00e4ndlern w\u00f6rtlich:&nbsp; \u201eIn den volksdeutschen Gebieten k\u00f6nnen sie mustern, wen sie wollen\u201c. Die Einberufung zur Waffen SS erfolgte somit nach dem 14. April 1944 unter gesetzlichem Zwang. Und so wurden von der ungarischen Regierung im August 1944 die Einberufungen zur freiwilligen Meldung unterst\u00fctzt. Es betraf nun die Jahrg\u00e4nge 1892-1907 und 1927. Die Musterungen erfolgten im Juli und die Einberufungen im September. Viele flohen, einige bis Budapest. Es gab Razzien. In einer Nacht wurden um die 200 M\u00e4nner ausgehoben. Der Obmann des Volksbundes und ein ungarischer Offizier hielten nochmals Musterung. Am 9., 12. und 20. September wurde nochmals einberufen. Nur wenige stellten sich, die meisten ergriffen die Flucht oder suchten Verstecke auf. Bei den Suchaktionen kamen Soldaten der bosnischen muslimischen Waffen-SS-Division \u201eHandschar\u201c zum Einsatz in Filipowa. Jene deren man habhaft wurde, wurden buchst\u00e4blich \u201ein die Uniform gesteckt\u201c. Manche von ihnen konnten sich bald Zivilkleidung besorgen und kamen bald nach Hause.<\/p>\n<p><br>Seit der ersten Waffen-SS-Aktion konsolidierte sich das Verh\u00e4ltnis \u201eSchwarz\u201c und \u201eWei\u00df\u201c in Filipowa nicht mehr. Es blieb das Ressentiment der einen gegen die anderen, vor allem ab der Zeit, ab der die Meldungen kamen, der eine und andere der Unfreiwillig-Freiwilligen sei \u201ef\u00fcr F\u00fchrer, Volk und Vaterland\u201c irgendwo in den Weiten Russlands gefallen. W\u00e4hrend die einen weiter ihre Felder bestellten und vom Krieg wenig sp\u00fcrten, verloren die anderen den Sohn oder den Mann. Auch die ernsten, nach reichsdeutschem Muster gestalteten Totenehrungen im Volksbundheim konnten da wenig Trost bieten. Die einen sahen sich als die von einer kirchenfeindlichen Ideologie Verfolgten, die anderen als die Opferbringenden und Heimatsch\u00fctzer, daher betrachteten sich beide Gruppen als moralisch gerechtfertigt und f\u00fchlten sich im Besitz eines guten Gewissens. Dazwischen standen nicht wenige Handwerker und Kaufleute, die um ihrer Kundschaft willen bestrebt waren, sich aus beiden Lagern heraus zu halten. Nicht die Polarisierung, die Ausw\u00fcchse der Polarisierung tr\u00fcben das Bild der Filipowaer Ortsgeschichte.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"627\" src=\"http:\/\/neckar-donau-wegekreuz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Festungsheimkehrer-1941-1024x627.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-572\" srcset=\"https:\/\/neckar-donau-wegekreuz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Festungsheimkehrer-1941-1024x627.jpg 1024w, https:\/\/neckar-donau-wegekreuz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Festungsheimkehrer-1941-300x184.jpg 300w, https:\/\/neckar-donau-wegekreuz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Festungsheimkehrer-1941-768x470.jpg 768w, https:\/\/neckar-donau-wegekreuz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Festungsheimkehrer-1941-1536x941.jpg 1536w, https:\/\/neckar-donau-wegekreuz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Festungsheimkehrer-1941-2048x1255.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Die 1941 aus der Festungshaft von Peterverdein entlassenen Kulturbundmitglieder &#8211; v.l. Franz Jack, Martin Lepold, Franz Pertschy, Philipp Teppert \u2013 Foto: HOG-Filipowa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zwischendurch gab es freilich auch das \u201enormale\u201c Leben. Die religi\u00f6sen Feste wurden wie immer gefeiert. Die Handballmannschaft der Deutschen Jugend von Filipowa wurde 1943 Meister des Gebietes Batschka. Aus Deutschlands bombengef\u00e4hrdeten Gebieten kamen ganz Schulklassen von Kindern im Zuge der \u201eKinderlandverschickung\u201c aus dem \u201eReich\u201c und verblieben monatelang gratis verk\u00f6stigt bei Familien im Dorf.<br><br>Am 19. M\u00e4rz 1944 besetzten die deutschen Truppen Ungarn, da dieses einen Sonderfrieden mit den Alliierten angestrebt hatte. Bei dieser Gelegenheit vereinbarte die F\u00fchrung der 8. SS-Reiterdivision Florian Geyer mit dem Gebietsf\u00fchrer des VdU der Batschka eine Blitzaktion in der Westbatschka, um bisherige wehrf\u00e4hige Dienstverweigerer auszuheben. Das Sonderkommando f\u00fchrte am 20. M\u00e4rz auch in Filipowa eine Musterung durch. Dabei kam es zur H\u00f6hepunkt der Konfrontation. Der Obmann des VdU, Martin L., lie\u00df die drei f\u00fchrenden Repr\u00e4sentanten der \u201eSchwarzen\u201c von den \u201eSportm\u00e4nnern\u201c als Volksverr\u00e4ter schwer verpr\u00fcgeln und im Gasthaus Ott einsperren. Andere Verweigerer, die man in ihren Verstecken entdeckte, schleppte man vor die Stellungskommission. Die aus Hodschag herbeigerufene ungarische Gendarmerie schritt ein, befreite die Gefangenen und setzte dem illegalen Geschehen ein Ende. Keiner der Akteure wurde zur Verantwortung gezogen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Das Abkommen zwischen Deutschland und Ungarn zur zweiten Freiwilligen-Aktion trat am 1. Juni 1943 in Kraft und betraf die Jahrg\u00e4nge 1908-1911 und 1925 sowie jene, die sich von der ersten Aktion gedr\u00fcckt hatten. Diese Aktion verlief eher ruhig.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Das dritte, am 14. April 1944 geschlossene Abkommen wurde mit dem nationalfaschistischen \u201ePfeilkreuzler\u201c-Regime vereinbart. Es sah vor, dass Ungarn seine Wehrhoheit \u00fcber die volksdeutschen Untertanen an das Deutsche Reich abtritt. Ministerpr\u00e4sident D\u00f6me Szt\u00f3jay sagte zu den deutschen Unterh\u00e4ndlern w\u00f6rtlich:&nbsp; \u201eIn den volksdeutschen Gebieten k\u00f6nnen sie mustern, wen sie wollen\u201c. Die Einberufung zur Waffen SS erfolgte somit nach dem 14. April 1944 unter gesetzlichem Zwang. Und so wurden von der ungarischen Regierung im August 1944 die Einberufungen zur freiwilligen Meldung unterst\u00fctzt. Es betraf nun die Jahrg\u00e4nge 1892-1907 und 1927. Die Musterungen erfolgten im Juli und die Einberufungen im September. Viele flohen, einige bis Budapest. Es gab Razzien. In einer Nacht wurden um die 200 M\u00e4nner ausgehoben. Der Obmann des Volksbundes und ein ungarischer Offizier hielten nochmals Musterung. Am 9., 12. und 20. September wurde nochmals einberufen. Nur wenige stellten sich, die meisten ergriffen die Flucht oder suchten Verstecke auf. Bei den Suchaktionen kamen Soldaten der bosnischen muslimischen Waffen-SS-Division \u201eHandschar\u201c zum Einsatz in Filipowa. Jene deren man habhaft wurde, wurden buchst\u00e4blich \u201ein die Uniform gesteckt\u201c. Manche von ihnen konnten sich bald Zivilkleidung besorgen und kamen bald nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Seit der ersten Waffen-SS-Aktion konsolidierte sich das Verh\u00e4ltnis \u201eSchwarz\u201c und \u201eWei\u00df\u201c in Filipowa nicht mehr. Es blieb das Ressentiment der einen gegen die anderen, vor allem ab der Zeit, ab der die Meldungen kamen, der eine und andere der Unfreiwillig-Freiwilligen sei \u201ef\u00fcr F\u00fchrer, Volk und Vaterland\u201c irgendwo in den Weiten Russlands gefallen. W\u00e4hrend die einen weiter ihre Felder bestellten und vom Krieg wenig sp\u00fcrten, verloren die anderen den Sohn oder den Mann. Auch die ernsten, nach reichsdeutschem Muster gestalteten Totenehrungen im Volksbundheim konnten da wenig Trost bieten. Die einen sahen sich als die von einer kirchenfeindlichen Ideologie Verfolgten, die anderen als die Opferbringenden und Heimatsch\u00fctzer, daher betrachteten sich beide Gruppen als moralisch gerechtfertigt und f\u00fchlten sich im Besitz eines guten Gewissens. Dazwischen standen nicht wenige Handwerker und Kaufleute, die um ihrer Kundschaft willen bestrebt waren, sich aus beiden Lagern heraus zu halten. Nicht die Polarisierung, die Ausw\u00fcchse der Polarisierung tr\u00fcben das Bild der Filipowaer Ortsgeschichte.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quellen: Anton Zollitsch; Wachsen, Entstehen und Vergehen einer donauschw\u00e4bischen Gemeinde, Freilassing 195, Seite 174-176. 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